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Ob du deine Felgen lackieren oder pulverbeschichten lässt, hängt vor allem davon ab, wie groß der Schaden ist und wie viel Aufwand du treiben willst. Eine Pulverbeschichtung ist sehr robust, setzt aber voraus, dass die Felge komplett demontiert, entlackt und in einem Fachbetrieb eingebrannt wird. Lackieren geht auch in Teilen und mit 2K-Klarlack aus der Spraydose sogar zu Hause. Folie und Sprühfolie sind die schnellste, aber auch die am wenigsten belastbare Lösung.
Ob Felgen lackieren oder pulvern, Felgen lackieren lassen oder selbst zur Spraydose greifen: In diesem Beitrag vergleichen wir die Wege nach Kosten, Haltbarkeit und Aufwand und zeigen, wann es sich lohnt, die Felgen neu zu lackieren – und wann du das selbst machen kannst.
Beim Lackieren wird flüssiger Lack in mehreren Schichten aufgetragen: Grundierung, farbgebender Basislack und zum Schluss ein Klarlack, der die Farbe schützt und den Glanzgrad bestimmt. Ein 2K-Klarlack härtet dabei chemisch mit einem Härter aus und wird deutlich widerstandsfähiger als ein 1K-Lack.
Beim Pulverbeschichten (umgangssprachlich „Pulvern“) wird ein trockenes Lackpulver elektrostatisch auf die blanke Felge gesprüht und anschließend im Ofen eingebrannt. Dabei schmilzt das Pulver zu einer geschlossenen, vergleichsweise dicken Schicht. Dafür muss die Felge vorher vom Reifen getrennt und meist durch Strahlen oder chemisch vollständig entlackt werden.
Bei allen drei Wegen gilt: Die Haltbarkeit entscheidet sich bei der Vorbereitung. Wird auf Fett, Silikon oder Korrosion beschichtet, löst sich die Schicht früher oder später, egal wie gut das Material ist.
Konkrete Preise hängen von Felgengröße, Design, Zustand und Region ab. Für einen fairen Vergleich solltest du wissen, welche Posten anfallen:
Wer seine Felgen lackieren lässt, zahlt vor allem Arbeitszeit: Reifen ab- und wieder aufziehen, wuchten, Schäden ausbessern, mehrschichtig lackieren. Was das für deine Felgen kostet, sagt dir nur ein Angebot – Felgengröße, Design und Zustand machen den Unterschied. Dafür hast du selbst keinen Aufwand.
Wer die Felgen selbst neu lackiert, zahlt vor allem Material. Mit GLOSSDOC-Produkten kostet die Grundausstattung für einen Felgensatz (Preise im Shop, Stand Oktober 2026):
Zusammen sind das 36,89 €, dazu kommen Basislack im Wunschfarbton, Schleifmaterial und Abdeckmaterial. Innerhalb Deutschlands ist der Versand ab 49 € Bestellwert kostenlos. Der Preis für das Selbermachen ist deine Zeit: Vorbereitung, Trocknung und Aushärtung brauchen Geduld, und die Topfzeit des 2K-Klarlacks will geplant sein. Die aktuellen Preise stehen auf den Produktseiten.
Pulverbeschichten ist nichts für die eigene Garage: Du brauchst eine Pulveranlage und einen Einbrennofen, außerdem muss die Felge blank sein. Lackieren dagegen geht mit Sorgfalt auch zu Hause – sowohl die ganze Felge als auch die Reparatur eines Bordsteinschadens. Der typische Ablauf:
Felge gründlich reinigen, zum Beispiel mit dem GLOSSDOC Felgenreiniger, und vollständig trocknen lassen. Mehr dazu im Ratgeber Felgenreiniger richtig anwenden.
Schäden glätten und die Fläche anschleifen.
Mit dem Silikonentferner entfetten – warum das so wichtig ist, steht im Beitrag Silikonentferner vor dem Lackieren.
Blankes Metall mit der GLOSSDOC 1K Epoxy Grundierung grau grundieren.
Basislack in der Wunschfarbe auftragen und ablüften lassen.
Mit 2K-Klarlack versiegeln: glänzend, seidenmatt oder matt, je nach gewünschtem Finish.
Die komplette Anleitung mit allen Tipps steht im Ratgeber Felgen selber lackieren wie ein Profi. Wie du die Topfzeit des 2K-Klarlacks planst, erklärt 2K-Klarlack Spraydose: Anwendung, Topfzeit, Haltbarkeit, und bei der Wahl des Glanzgrads hilft Klarlack matt, seidenmatt oder glänzend?.
Folie und Sprühfolie sind interessant, wenn du einen Farbton ausprobieren oder später wieder zum Originalzustand zurückkehren willst. Sie verdecken aber keine Schäden: Bordsteinkratzer, Korrosion und abgeplatzter Lack zeichnen sich darunter ab oder werden sogar noch schlimmer, weil Feuchtigkeit unter die Schicht kriecht. Für eine beschädigte Felge ist deshalb eine Reparatur der bessere Weg. Wie das geht, zeigt der Ratgeber Bordsteinschaden an der Felge selbst reparieren.
Hinter GLOSSDOC steht ein DEKRA-zertifizierter Betrieb mit mehr als 25 Jahren Erfahrung mit Aluminiumrädern. Alle Produkte für den Lackaufbau findest du unter Car & Wheel Repair.
Kleine Schäden lassen sich mit einem Lackaufbau aus Grundierung, Basislack und 2K-Klarlack ausbessern, wenn die Stelle sauber angeschliffen und entfettet ist. Ein vollständig unsichtbarer Übergang ist auf einer Pulverbeschichtung schwieriger als auf einer Lackierung.
Erst wenn der 2K-Klarlack vollständig durchgehärtet ist, darf die Felge montiert, gewaschen oder belastet werden. Die Zeiten dafür stehen auf dem Etikett.
Nur im kalten Zustand reinigen, Felgenreiniger nicht antrocknen lassen und gründlich abspülen. Eine Versiegelung aus der Kategorie Lackschutz & Versiegelung erleichtert die Reinigung.
Die glanzgedrehte Oberfläche lässt sich durch eine Pulverschicht nicht nachbilden – sie entsteht, wenn die Felge abgedreht wird. Wer die Optik behalten will, braucht einen Betrieb, der die Felge neu abdreht und mit Klarlack schützt.