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Ob du deine Felgen matt, seidenmatt oder glänzend lackierst, ist zuerst eine Frage der Optik – aber nicht nur. Glänzender Klarlack lässt sich später polieren und Kratzer lassen sich ausbessern, matte und seidenmatte Oberflächen dagegen nicht. Wenn du eine pflegeleichte, reparaturfreundliche Felge willst, nimm glänzend. Willst du einen zurückhaltenden, modernen Look, wähle seidenmatt oder matt – und plane ein, dass du bei Schäden größere Bereiche neu lackierst statt zu polieren.
Hier erfährst du, wie sich die drei Finishes unterscheiden, wie du sie pflegst, welches zu deiner Fahrzeug- und Felgenfarbe passt und worauf es beim Auftragen aus der Spraydose ankommt.
Der Glanzgrad entsteht in der obersten Schicht, dem Klarlack. Die Farbe darunter, der Basislack, bleibt dieselbe. Je nach Klarlack wirkt dieselbe Felge völlig anders:
Unter mattem Klarlack wirken Farben meist etwas heller und flacher als unter glänzendem. Lackierst du eine Probe, siehst du den Effekt am besten im Tageslicht.
Klarlack für Felgen muss mehr aushalten als an den meisten Karosserieteilen: Bremsstaub, Hitze, Streusalz, Felgenreiniger und Steinschläge. Ein 2K-Klarlack (Begriff im Lexikon) härtet chemisch mit einem Härter aus und ist dadurch deutlich beständiger gegen Kraftstoff, Chemikalien und UV-Licht als ein 1K-Lack, der nur durch Verdunsten trocknet. Alle drei GLOSSDOC-Finishes gibt es als 2K-Spraydose, jeweils in 500 ml und 200 ml. Der matte Klarlack ist laut Produktseite zusätzlich resistent gegen Benzin und Chemikalien.
Bei 2K aus der Spraydose gilt: Nach dem Aktivieren läuft die Topfzeit, danach härtet der Lack in der Dose aus. Aktiviere die Dose also erst, wenn alles vorbereitet ist, und beachte die Angaben auf dem Etikett. Die Anwendung Schritt für Schritt erklärt der Beitrag 2K-Klarlack-Spraydose richtig anwenden.
Matte Oberflächen sind nicht empfindlicher als glänzende, sie reagieren aber anders auf falsche Pflege. Wer sie poliert oder mit Mitteln behandelt, die Schleifkörper enthalten, erzeugt schnell Glanzstellen. Die folgenden Punkte helfen:
Hier liegt der größte praktische Unterschied. Eine Politur trägt eine hauchdünne Lackschicht ab und ebnet so feine Kratzer ein. Danach glänzt die Fläche – genau das, was du bei glänzendem Klarlack willst.
Für Bordsteinschäden, die bei Felgen am häufigsten vorkommen, ist der Ablauf in Bordsteinschaden an der Felge selbst reparieren beschrieben.
Eine feste Regel gibt es nicht, aber ein paar Kombinationen haben sich bewährt:
Denk auch an die Alltagstauglichkeit: Wer die Felgen häufig selbst pflegt und kleine Schäden selbst beheben will, ist mit glänzend am flexibelsten.
Schwarz ist die beliebteste Farbe zum Selberlackieren – und die, bei der das Finish am stärksten auffällt. Der Aufbau ist bei allen Glanzgraden gleich:
Alle Details zu Vorbereitung, Sprühabstand und Temperatur findest du in der Anleitung Felgen selber lackieren wie ein Profi. Neben frisch lackierten schwarzen Felgen fallen ausgeblichene Reifenflanken schnell auf. Für die Reifen – nicht für die lackierte Felge – eignet sich die Reifen- und Kunststoffpflege EVER BLACK Magic-Deep.
Glanz verzeiht kleine Unregelmäßigkeiten, weil du nachpolieren kannst. Beim matten und seidenmatten Klarlack gibt es diese Korrektur nicht – das Ergebnis aus der Dose ist das Endergebnis. Laut Produktseite führen unterschiedliche Schichtstärken zu einem ungleichmäßigen Mattgrad. Deshalb:
Alle Klarlacke im Überblick findest du in der Kategorie Klarlack.
Ja, wenn der Untergrund angeschliffen und vorbereitet ist. Der matte Klarlack nimmt dann den Glanz und sorgt für ein gleichmäßiges Mattfinish.
Nein. Politur trägt Lack ab und erzeugt Glanzstellen, die sich nicht zurückmattieren lassen. Matte und seidenmatte Felgen nur waschen und auf glanzgebende Pflegemittel verzichten.
Nicht grundsätzlich. Als 2K-Klarlack ist der GLOSSDOC Klarlack matt UV- und wetterbeständig sowie resistent gegen Benzin und Chemikalien. Der Unterschied liegt in der Reparatur: Glänzend lässt sich nachpolieren, matt nicht.
Glänzend, weil sich kleine Fehler wie Staubeinschlüsse nach dem Aushärten herauspolieren lassen. Bei matt und seidenmatt kommt es stärker auf gleichmäßiges Sprühen an.